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Karl Andreae (1823-1904): Die Pfingstpredigt des Petrus (1844; Apg 2,14-36)

Quelle: https://www.kunstkopie.de/a/
andreae-karl/die-pfingstpredigt-des-hl.html (16.6.25)

11E1

Die Missionierung durch die Urchristen beginnt; aus Jesus wird der göttliche "Menschensohn"

Nach vergeblichem Warten der Jünger Jesu auf dessen Rückkehr als Messias kamen sie zur Überzeugung, ihr Messias Jesus erwarte vor seiner Wiederkehr, dass sie der jüdischen Mitwelt Jesus als den ersehnten Messias verkündeten und die Juden zum Glauben an den Messias Jesus brachten (Paulus weitet dies dann auch auf die "Heiden" aus).
Aus einer Erklärungsnot heraus näherte sich ihre Vorstellung von Jesus so sehr der himmlischen Gestalt des göttlichen "Menschensohns" des Henoch- und des Daniel-Buches an, dass es zu einer Identifikation Jesu mit dem göttlichen Heiland und Erlöser aus dem Henoch- und dem Daniel-Buch kam.
Da das Henoch-Buch den Ausgangspunkt einer Glaubensrichtung bildete, die später mit dem Begriff "Gnosis" (Erkenntnis) bezeichnet wurde, wurde Jesus auf diese Weise zur Galionsfigur einer neuen, einer gnostischen Religion, des Christentums, in dessen Theologie er als göttlicher Gottessohn von seinem Gottvater auf die Erde gesandt worden war, um den von Anbeginn der Welt Auserwählten ihre Auserwählung bewusst zu machen und ihnen den (Rück-) Weg in den Himmel zu Gott zu weisen (siehe das Johannesevangelium).

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